Ich sitze in einem Reisebus, schreibe einen Bericht und stelle fest, dass ich kein Internet bekomme. Immer wieder werde ich von unserem Reiseleiter mit Zahlen bombadiert. 20 Prozent der Touristen sind Deutsche, 17 Prozent sind Engländer. Der Tourismus macht inzwischen sehr viel mehr des Bruttoinlandsproduktes aus als früher. Ich komme mit dem Schreiben nicht hinterher, weil ich auch etwas von Las Palmas sehen möchte. Auf einmal höre ich ein nervtötendes Geräusch. Ich liege im Bett und das nervtötende Geräusch ist mein Wecker. Völlig gerädert stehe ich auf und mache mich fertig.
Michael klopft an meiner Tür und fragt, ob ich mit zum Frühstück kommen wolle. Ich lüge ihn an indem ich sage, ich komme sofort nach, dabei weiß ich genau, dass ich noch mindestens zehn Minuten brauchen werde. Als ich dann doch endlich soweit bin, geselle ich mich zu den anderen Scouts. Pünktlich werden wir von unserem Reiseleiter Lorenzo-San abgeholt. Und wieder beginnt eine wundervolle Fahrt in unserem Bus. Inzwischen habe ich auch herausgefunden, wie ich am besten sitze, ohne mir gleich blaue Flecken zu holen.
Unser erster Stopp heute ist am RIU Grand Palace Maspalomas, das übrigens das Lieblingshotel meines Büroleiters ist (an dieser Stelle noch einmal viele Grüße ins First Reisebüro in Hannover, Lister Meile!!). Wir sind zwar nur ganz kurz vorbeigegangen, um zu den Dünen zu gelangen, aber ich kann schon nachvollziehen, warum es ihm so gut gefällt.
An den Dünen angekommen, muss ich zugeben, war ich vom Anblick überrascht. Dass es dort wirklich so schön aussieht, hätte ich nicht gedacht. Nachdem Lorenzo uns dann von der Leine gelassen hat, wurde die ganze Truppe wieder zu Kindergartenkindern (laut Meinung einiger bin ich ja sowieso noch nicht so lange aus dem Alter raus ;-) ). In den Sand springen, so tun als würde man in der Wüste verdursten und Schriften in den Sand zeichnen waren jetzt Programm.
Da Lorenzo unsere Aufsichtsperson ist, mussten wir leider auch auf ihn hören, als er uns sagte, wir hätten keine Zeit mehr den „kurzen“ Weg von ca. 20 Minuten bis zum Wasser zu gehen. Auf dem Weg zurück zum Bus konnten wir eindeutig erkennen, wo wir lang gegangen sind, da es dort so aussah als hätten tollwütige Maulwürfe gewütet.
Da Lorenzo unsere Aufsichtsperson ist, mussten wir leider auch auf ihn hören, als er uns sagte, wir hätten keine Zeit mehr den „kurzen“ Weg von ca. 20 Minuten bis zum Wasser zu gehen. Auf dem Weg zurück zum Bus konnten wir eindeutig erkennen, wo wir lang gegangen sind, da es dort so aussah als hätten tollwütige Maulwürfe gewütet.
Lorenzo: „Canari heißt Hund, Grande - groß! Gran Canaria. Canari – Hund! Gran – groß! Gran Canaria – Großer Hund!”
Dazu, wie sie nun auf Hund gekommen sind, scheint es gefühlte 300 Geschichten zu geben, die unser Reiseleiter natürlich alle parat hatte. Ob der Name nun aber von Seehunden oder von wildlebenden Hunden, die aber eigentlich gar nicht groß sind, stammt, kann ich nicht sagen.
Der Bus hält und wir erreichen den Wanderweg zum Roque Nublo. Der Weg führt durch eine felsige Landschaft und geht teilweise sehr steil hinauf. Nach zehn Minuten merke ich, dass meine Kondition wirklich nicht die Beste ist. Nichtsdestotrotz halten wir alle tapfer durch und genießen die wirklich grandiose Aussicht. Zwischendurch machen Michael, Anita und ich einen kleinen Abstecher in eine Höhle, die nach Dixiklo riecht und von einer balzenden Taube bewohnt wird. Es ist wirklich sehr schön hier!
Nach einigen weiteren Minuten erreichen wir die Spitze und bestaunen die Felsformation eines einäugigen Frosches aus der Nähe. Nebenbei schauen wir uns weiter die tolle Aussicht an und ich denke: „Ich habe Hunger!“ Gott sei Dank setzen wir uns an einen abgeschotteten Platz, wo der Ausblick noch besser ist als zuvor und schnabulieren unser mitgebrachtes Lunchpaket. Danach machen wir einige lebengefährliche Fotos am Abgrund und meditieren in der Ruhe.
Nachdem wir den selben Weg wieder hinunter gewandert sind, fahren wir in einen kleinen Ort namens Teror. Lorenzo meinte, das heißt die Stadt des Wassers. Man beachte, dass sie auch ein Fest am 11. September haben ;-)
Der Ort ist wirklich sehr schön und besitzt sehr niedliche Häuser und ebenfalls eine hübsche Kirche. Neben genau dieser Kirche setzen wir uns in ein Cafe. Alle bestellen sich einen Kaffee; außer ich. Ich bestelle mir einen Kakao und erfülle somit auch wieder das Klischee des Jüngsten in der Truppe. Als wir gehen und Christiane bezahlt hat, hat sie mehr Geld als vorher. Sie hat’s voll drauf!
Danach fahren wir nach Hause und während Lorenzo munter wilde Geschichten über Gran Canaria erzählt, schlafen wir ein. Bis zum Abendessen gehen wir noch mal an den Strand beziehungweisen an den Pool und genießen die letzten Sonnenstrahlen.
Ich wünsche euch einen schönen Abend und bis morgen.
Pascal

Eure Berichte sind super.Man liest und ist nur am grinsen und möchte einfach selbst dabei sein.Weiter so !!!
AntwortenLöschenich bin sooo neidisch!! ich will auch :)
AntwortenLöscheneure Berichte sind echt gemein :D
Hong
Ich finde auch das eure Berichte sehr gut geschrieben sind. Bin auch nur am grinsen, wenn ich nicht grade Fluche das ich wohl den falschen Beruf gewählt habe...
AntwortenLöschenTja Passikind.Hier nehmen dich ja auch nicht so viele für voll: :-P
Liebe Grüße
Sina
PS.:Passi hat deine Mudda den Komentar hinbekommen?^^