Morgens, halb 5 in Uetze. Mein Wecker klingelt und ich denke: „Mist“. Ich schalte das Radio an und denke: „Doppelmist!“. Der Flughafen Hamburg ist ab 6 Uhr morgens komplett gesperrt. Also habe ich erstmal bei Condor angerufen. Die nette Dame versicherte mir aber, dass der Flug auf jeden Fall planmässig stattfinden wird. Das freute mich zwar, aber dennoch war ich sehr skeptisch, weil sämtliche anderen Infos gegen diese Aussage standen.
Da ich aber sowieso nichts Besseres zu tun hatte, bin ich natürlich mit dem Zug erst nach Hannover und dann weiter nach Hamburg gefahren. Nach Hannover brauche ich eine halbe Stunde und von dort bis zum Hamburger Flughafen circa Zwei Stunden. Unterwegs sagte mir der Schaffner schon, dass der Flughafen auf jeden Fall dicht sei und keine Flüge rausgingen. Egal, ich fahre da jetzt trotzdem hin!
Angekommen am Flughafen (circa 9:30 Uhr) sehe ich an den Anschlagtafeln, dass ALLE Flüge gecancelt wurden. Bei einigen stand Verspätung, aber nur einer sollte planmässig ablaufen. Der nach Las Palmas. Zuerst freute mich das, dann verdutzte es mich und kurz darauf machte es mir fast ein wenig Angst. Die Sperrung der Flüge hatte ja schon seine Gründe und jetzt soll ich trotzdem durch die Aschebrühe fliegen?
Also auf zum Condorschalter. Dort konnte man auch ganz normal einchecken. Als ich dann an der Reihe war, erklärte mir der Herr, dass Busse gestellt werden und wir nach Hannover gebracht werden, um von dort aus nach Las Palmas zu fliegen. Klasse! Bin ich tatsächlich zum Check-In nach Hamburg gefahren, um dann wieder zuück zu fahren, von wo ich herkomme. Aber halb so wild. Hauptsache ich fliege überhaupt irgendwie.
Um 11:30 Uhr kamen dann die Busse. Alle Passagiere steigen voller Hoffnung ein. Dann kommt die Nachricht, dass der Flughafen wieder geöffnet sei. Da aber niemand die Maschine, die nun in Hannover steht, nach Hamburg bringen kann, müssen wir wohl nach Hannover fahren. Also setzte sich der Bus um etwa 12:50 Uhr in Bewegung. Wir tuckern nach Hannover. Dort angekommen sehen wir die Condor auch bereits dort stehen. Planmässiger Ablug ist 16 Uhr. Da aber noch jemand aus der Crew fehlte, verzögerte sich auch der Abflug noch mal um 45 Minuten. Dann ging es aber auch endlich los und der Rest verlief, Gott sei Dank, reibungslos.
Zwischendurch hat sich Frau Poitiers immer wieder mit mir kurzgeschlossen, so dass schlussendlich auch alles geklappt hat. Vielen Dank dafür.
Da es bei meiner Ankunft schon dunkel war, kann ich jetzt noch nicht so viel vom Hotel und von der Landschaft berichten, aber es macht auf jeden Fall einen guten ersten Eindruck. Auch die anderen drei Scouts habe ich bereits kennengelernt und freue mich auf jeden Fall schon darauf, mit ihnen Gran Canaria in den nächsten Tagen zu entdecken.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen