Dienstag, 31. Mai 2011

Hasta el final!

Liebe Scouts und Leser des Blogs,

"alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei", sangen schon "Trio". Auch hier passt es wieder, denn die Reise ist vorbei, die Wehmut ist groß, die Müdigkeit auch, die Wurst hat immer zwei Enden, egal wie viel ich abbeisse, und ich denke so bei mir:

ICH WILL DA WIEDER HIN!

Okay, bereits in drei Monaten fliege ich mit der Familie hin, und dank der neuen "Konäktschions", wie es nach der Rechtschreibreform heißt, freue ich mich auf einen Abend mit der Familie im Cordial Mogan Playa.

Ein kleiner Rückblick auf das Scout-Sein:

Es war anders und doch gleich, wie ich es mir vorstellte. Klingt komisch, ist aber so.

Einerseits habe ich Stellen von LPA gesehen, die ich noch nicht kannte, habe Restaurants besucht, in die ich privat freiwillig nach einem ersten Blick auf die Außenfassade niemals reingegangen wäre, andererseits aber hatte ich mehr Ruhe und keinen hektischen Japanier (Mischung aus Spanier und Japaner, aaah) als Reiseleiter erwartet. Nicht dass er nicht gut war, er war sogar toll, witzig und nett: Aber, und da kam wohl die japanische Seite durch, er trieb uns von Event zu Event…

Mir fehlte jeden Tag die Siesta *schluchz*

Abends waren wir lange wach...
... da wir den Blog schrieben und die Bilder hochluden. Was habe ich mich gewundert, wie schnell das jetzt hier in Deutschland ging. Fünf Bilder gerade hochgeschickt und ratzfatz fertig.
Für die gleiche Arbeit saßen wir Stunden an der Bar, hörten schlechte Country Musik und mußten tolle Cocktails trinken.
Somit hatten wir wenig geschlafen und mussten das auf unseren Fahrten um die Insel nachholen. Deswegen habe ich leider verpasst, wie viele Holländer pro Jahr auf Gran Canaria kommen und was das in Euro, bezogen auf das Quadrat des Bruttoinlandproduktes ausmacht, wenn von denen jeder eine Tomate weniger pro Woche isst. Gut, dass der Test ausgefallen ist. Mehr als den eigenen Namen in der rechten, oberen Ecke hätte ich wohl nicht hinbekommen – und auch das nur mit Mühe – Merkst Du was Babsi? Wieder eine Anleihe von Dir! :-)
Leider litten auch meine läuferischen Ambitionen darunter und ich schaffte nur zwei Läufe in diesen fünf Tagen. Innere Schweinehunde werden mit Müdigkeit gefüttert.
Jetzt will ich aber nicht motzen, denn was wir erlebt haben, stellt wohl alles in den Schatten, was wir noch an Inforeisen erleben werden. Tja Pascal, Dumm gelaufen. Ein halbes Jahr im Reisebüro und der Höhepunkt war schon da! Ab jetzt geht es abwärts … ;-)

Wer geht schon für lau ins Spa des Costa Meloneras Gran Hotel, wer fährt Jetski und fliegt mit dem Schirm für nen Lulu, wer macht sich selbst seine Soßen und isst, bis er platzt? Hey Christine, Deine Soße war die beste und wir haben nicht mal die Zutaten hier in Deutschland, die nachzukochen. Wie war das? Ziegenkäse bestreut mit Paprika? Meerwasser? Endemische Gewürze?

Ja, ich weiss nun übrigens auch, warum mein Koffer auf dem Rückweg so schwer war. Da waren ein Haufen Kalorien mit drin. Heute Morgen passte mir keine Hose mehr. Ihr wisst ja, Kalorien sind die kleinen Tierchen, die nachts die Kleider enger nähen.

Der Flug nach Frankfurt gefiel mir gut. Eine große Maschine der Condor, der größte Sitzabstand, den ich in den letzten zwei Wochen in einem Flieger hatte, nur das Essen hatten die beim gleichen Italiener wie die TUIFly gekauft… Na gut, es blieb drin.
Aber eine Maschine mit 280 Passagieren hat aber auch den Nachteil, dass etwa 280 Koffer auf das Kofferband kommen. Und ich vermute, dass die Kofferträger mit dem Betriebsrat ausgemacht haben, dass maximal 50 Koffer in 30 Minuten ausgeladen werden dürfen. Jedenfalls kam mein Koffer erst nach 50 Minuten. Und da warteten dann noch ein paar arme Säue auf ihren Koffer.
In Frankfurt dann auch gleich den Zug gefunden, wenn auch ein Sitzplatz nicht gleich mich fand. Aber in der ersten Klasse auf seinem Koffer neben der Tür zu sitzen ist fast so, wie auf einem Sitzplatz in der zweiten Klasse.
Ab Mannheim hatte ich mir dann einen Platz erjagt, den ich in Stuttgart dann aber wieder an einen Vorabend-Reservierer verlor. Gut, dann nahm ich halt die freie unbesetzte Reihe hinter ihm und überließ ihm die halbe reservierte Reihe… So konnte ich auch in Ruhe Fußball per Internet schauen.
Bis Ulm hatte der Rennfahrer-Lokführer bereits 6 Minuten Verspätung herausgefahren. Alle Anschlusszüge, bis auf den nach Ravensburg, warten, informierte uns die Zugleitung. Häh? Was interessieren mich die anderen? Warum wartet mein Zug nicht auf mich?!
Aber der Lokführer hatte ein Einsehen und wartete die paar Minuten, so dass ich nach einem kurzen Zwischenspurt nicht noch eine Stunde auf den nächsten Zug warten musste.
Leider hatte ich in dem Regional-ich-halte-an-jeder-Hundehütte-Express keinen Internet-Empfang, so dass ich die letzten Minuten des Fußball-Länderspieles nicht mehr sehen konnte. Mist.
Aber dann endlich wieder in den Armen meiner Frau, hatte ich auch diese Sache bald wieder vergessen.
Nun freue ich mich auf meinen Urlaub im August, denn ich muss feststellen, dass es auf LPA viel schöner ist, als im Moment auf meiner Arbeit (auch wenn ich Büroleiter bin, Christine!).
Vielen Dank noch mal an alle, und es bleibt nun nur noch mein Schlusssatz, den ich als echter Spanier hoffentlich richtig geschrieben habe:

Bien está lo que bien acaba.
(Ende gut, alles gut)
Viele Grüße
Michael
PS: Hey Christine! Hast Du noch mein Olivenöl eingepackt?

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